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Effektive Kartoffel-Keimhemmung
mit Swingfog-Heißnebelgeräten

Keimhemmung richtig einsetzen

Die Witterung im Herbst ist für die Lagerung von Kartoffeln nicht unbedeutend. Hohe Temperaturen im Sommer verkürzen bereits bei der Einlagerung die natürliche Keimruhe. Milde Temperaturen im Herbst führen zu keiner nachhaltigen Abkühlung der Kartoffeln auf die vielfach angestrebte Lagertemperatur von ca. 4°C bis 8°C (Speisekartoffeln => 4°C bis 6°C; Industrie-Kartoffeln => 5°C bis 8°C; Chipskartoffeln 7°C bis 12 °C). Deshalb ist die Keimhemmung eine wesentliche Maßnahme zum Erhalt der Lagersicherheit.

Keimhemmung

Folgende Verfahren zur Keimhemmung bei Kartoffeln sind möglich:

Der bei der chemischen Keimhemmung eingesetzte Wirkstoff Chlorpropham (CLPC) verhindert die Keimbildung durch eine Unterdrückung der Zellteilung. Dafür ist eine bestimmte Konzentration an Wirkstoff auf den Knollen erforderlich, sonst setzt die Keimbildung wieder ein. Bei bereits gekeimten Kartoffeln kann das Keimwachstum nach dem Einsatz von CLPC zwar verlangsamt werden, aber gleichzeitig steigt die Gefahr der Innenkeimung. Weitere Risikofaktoren für eine stärkere Innenkeimung sind ein zu hoher Erdanteil im Erntegut, ein sehr stark abgesetzter Kartoffelstapel und eine ungleichmäßige Luftverteilung im Lager. In diesem Zusammenhang weisen zwangsbelüftete Lagerungssysteme deutliche Vorteile auf.

Heißnebelverfahren - Tipps vom Fachmann

Bei eingelagerten Kartoffeln kann das flüssige Mittel, bestehend aus dem Wirkstoff CLPC und dem jeweils produktspezifischen Trägerstoff, nur über einen Schwingbrenner im Heißnebelverfahren appliziert werden. Dabei ist es für den Keimhemmungserfolg wichtig, dass die Kartoffelpartie sowohl bei der ersten, als auch bei den nachfolgenden Applikationen noch keimfrei ist. Gleichzeitig ist die fachgerechte Ausführung der Heißvernebelung sehr wichtig. Hier sollten folgende Punkte unbedingt beachtet werden:

Gerätespezifisch...

Kartoffelspezifisch...

Darüber hinaus sind die Gebrauchsanweisungen und Wartungsempfehlungen der jeweiligen Mittel- und Gerätehersteller unbedingt zu beachten.

Beim Einsatz aller CLPC-haltigen Mittel ist aber zu bedenken, dass sich der Wirkstoff auf der gesamten Inneneinrichtung und im Belüftungssystem des Lagers absetzt und dort über Jahre aktiv ist. Bei der betrieblichen Lagerung von Pflanz- und Speisekartoffeln sind daher eine wirkungsvolle Abdichtung der Lagerräume und eine intensive Reinigung der Aufbereitungstechnik unumgänglich.

Anwendung

Das Keimhemm-Mittel wird mit Heißnebelgeräten unverdünnt ausgebracht. Ein Kontakt mit der Haut ist zu vermeiden. Zur Herstellung gleichmäßiger Staudruckverhältnisse im Kartoffelstapel ist für möglichst gleichmäßige Schütthöhe zu sorgen (Kegel und Mulden ausgleichen!). Fenster, Türen und andere ins Freie führende Öffnungen sind zu schließen. Die Belüftung ist auf Umluft zu schalten und so lange laufen zu lassen, bis eine gleichmäßige Luftzirkulation erreicht ist (ca. 10 Minuten).

Den Mittelnebel durch eine vorbereitete Öffnung auf der Ansaugseite (das heißt Unterdruckseite beim Umluftbetrieb), in der Nähe des Ventilators sehr fein vernebelt in das Belüftungssystem einblasen (bzw. in den Hauptunterflur-/ Schwemmkanal).

Achtung! Das Einnebeln über dem Kartoffelstapel bei Luftumwälzung von oben nach unten ist wesentlich vorteilhafter, da so geringere Ablagerungen des Keimhemm-Mittels an Lagerhallenflächen und Einbauten entstehen. Siehe Grafik 1:

Grafik Einnebeln über dem Kartoffelbestand - Mittel-Nebel wird von oben nach unten gesaugt

Grafik 1 (oben): Behandlung eines Kartoffel-Lagers mit Keimhemmungsmittel - Einnebeln über dem Kartoffelbestand, der Mittel-Nebel wird von oben nach unten gesaugt.

Grafik Einnebeln über dem Kartoffelbestand in den Umluftkreislauf von unten nach oben.

Grafik 2 (oben): Behandlung eines Kartoffel-Lagers mit Keimhemmungsmittel - Einnebeln über dem Kartoffelbestand in den Umluftkreislauf von unten nach oben.

Grafik Einnebeln in Druckkammer bei Umluft von unten nach oben

Grafik 3 (oben): Behandlung eines Kartoffel-Lagers mit Keimhemmungsmittel - Einnebeln in Druckkammer von unten nach oben.

Nach der Vernebelung muss die Belüftungsanlage mindestens noch eine halbe Stunde mit Umluft betrieben werden. Dadurch wird der Nebel mehrfach durch den Stapel getrieben, verteilt und an den Knollen zwangsangelagert. Danach sollte die Belüftungsanlage für etwa 24 bis 48 Stunden abgeschaltet werden. Solange sollte der Raum in der Regel geschlossen bleiben - erst danach kann er wieder belüftet werden.

Swingfog Nebelgeräte werden mit Benzin betrieben und arbeiten nach dem Swingfire-Verfahren. Ein Benzin/Luft-Gemisch wird in der Brennkammer gezündet und lässt eine Gassäule im Resonatorrohr je nach Gerätetyp zwischen 80 und 110 mal pro Minute schwingen.

Am Ende des Resonators wird Nebelstoff dem mit hoher Geschwindigkeit austretenden Luftstrom eingespeist, zu feinen Aerosoltropfen zerrissen und zu leicht schwebenden Nebel aufbereitet. Nebelstoff und Benzin werden durch leichten überdruck in den Tanks* gefördert. Das System hat mit Ausnahme von Kunststoff- Membranen keine bewegten Teile und daher praktisch keinen Verschleiß.

*Bei den Geräten SN 81 Pump und SN 101 Pump wird der Nebelstoff durch eine elektrisch betriebene Edelstahl-Pumpe gefördert.

Grafik - So funktionieren Swingfog-Geräte

Grafik (oben): So funktioniert ein Swingfog-Gerät


Typische Tropfenverteilung mit Swingfog

Der große Vorteil: Mit dem Hochleistungsnebelrohr wird mit wässrigen Wirkstoffmischungen ein Tropfenspektrum erreicht, wie es sonst im Thermalnebelverfahren nur mit öligen Nebelstoffmischungen möglich ist!

Grafik - Vorteil der Swingfog-Geräte

Was heißt VMD?
"Volume mittleren Durchmessers" - ein statistisches Maß für die mittlere Tröpfchengröße im Sprühnebel.


Die Swingfog-Geräte und Zubehör im Überblick:

Swingfog SN 50

Schultertragbare Geräte,
lieferbar mit vier
Wirkstofftank-Varianten
aus Edelstahl oder Kunststoff,
Benzintank aus Edelstahl.

Alle mit Wirkstoff
in Kontakt kommenden
Metallteile sind aus
Edelstahl gefertigt.


Foto Swingfog SN 50
   
Foto Swingfog SN 81 Pump

Swingfog SN 81 /
SN 81 Pump

Stationäre Geräte,
mit zwei Wirkstofftank-Varianten
aus Edelstahl oder Kunststoff,
Benzintank aus Edelstahl.

Das Swingfog 81 Pump
ist mit einer elektrisch
betriebenen Edelstahl-Pumpe
zur Förderung des Nebelstoffes
aus einem separaten Tank
ausgerüstet und wird mit
einer wieder aufladbaren Batterie
zum Betrieb der Förderpumpe
und einem Batterie-Ladegerät
geliefert.


   

Swingfog SN 101

Verlastbare Großnebelgeräte.
Lieferbar mit manuell
betätigter Startluftpumpe
(SN 101 E und SN 101 Pump).

Die Typen SN 101 M und SN 101 E
haben einen Edelstahl-Wirkstofftank
mit einer Kapazität von 69 Litern.
Das SN 101 E wird mit einer
wieder aufladbaren Startbatterie und
einem Batterieladegerät geliefert.

Typ SN 101 Pump hat
keinen Wirkstofftank
und ist mit einem großen Benzintank
(21,3 Liter) ausgestattet,
der einen kontinuierlichen Gerätebetrieb
von ca. 5 Stunden ermöglicht.
Die Förderung des Nebelstoffes erfolgt
durch eine elektrische Edelstahl-Pumpe
aus einem separaten Tank.


Foto Swingfog SN 101
Foto Swingfog SN 101

Swingfog SN 101 Pump

Die Energieversorgung für den
elektrischen Gerätestart und
den Betrieb der Förderpumpe
beim SN 101 Pump erfolgt
durch Anschluss
des Gerätes an eine
12-Volt-Fahrzeugbatterie.

Alle Gerätevarianten sind mit einer
automatischen Wirkstoff-
Schnellabschaltung
ausgerüstet und können auf Wunsch
mit einer Fernbedienung
(Sonderzubehör)
geliefert werden.
Die Benzintanks sind aus Edelstahl.


Elektrische Förderpumpe aus Edelstahl

für die Geräte Swingfog
SN 81 Pump und SN 101 Pump.
Die Pumpe kann als Tauchpumpe
oder zum Anschluss an eine
Schnellkupplung verwendet werden
und fördert den Nebelstoff
aus einem separaten Tank.


Beim SN 101 Pump erfolgt die
Stromversorgung durch Anschluss
des Gerätes an eine
12-Volt-Fahrzeugbatterie.
Das SN 81 Pump ist mit einer
wieder aufladbaren
12 V / 12 Ah-Batterie ausgerüstet
und wird mit Ladegerät geliefert.

Die Förderpumpe kann entweder durch
die Batterie betrieben werden oder
über das öffentliche Stromnetz
durch Anschluss des Ladegerätes
an Netz und Batterie.


Foto Förderpumpe
Foto Bedieneinheit

Bedieneinheit

für Swingfog SN 101 E
und SN 101 Pump.


Standard-Nebelrohr

für Nebelstoffmischungen auf Ölbasis.


Foto Standard-Nebelrohr
Foto Hochleistungs-Nebelrohr

Exclusiv bei Swingfog:
Das Hochleistungs-Nebelrohr

für Nebelstoffmischungen auf
Wasserbasis (Sonderzubehör).

Mit diesem Nebelrohr wird beim
Vernebeln wässriger Präparatmischungen
ein mit Öl-Nebel vergleichbar
gutes Tropfenspektrum erzeugt.

Das Hochleistungs-Nebelrohr
darf nur für
wässrige Nebelmischungen
verwendet werden.

Es ist auch sehr gut
geeignet für einige
Keimhemm-Mittel => sehr feines
Tropfenspektrum, keine Verluste
durch "große Tropfen"!

Wissenswertes zum
Hochleistungs-Nebelrohr
gibt es hier:

=> PRODUKTINFORMATION


Sonderversion Swingfog SN 50A

Mit dem speziellen Nebelauslass
kann direkt in kleine Öffnungen
in Gebäuden oder in Abwasserkanälen
genebelt werden.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist
die Bekämpfung von
Blattschneiderameisen
in unterirdischen Bauten.
Der Nebelauslass wird direkt in
einen der Bau-Eingänge
gesteckt und
der gesamte Bau mit Nebel gefüllt.

Alle Gerätevarianten des SN 50 können
in der Sonderausführung SN 50A
und mit automatischer
Wirkstoff-Schnellabschaltung
geliefert werden.


Foto Sonderversion Swingfog SN 50A
Foto Fernbedienungen

Fernbedienungen

für die Geräte Swingfog SN 101 M,
SN 101 E und SN 101 Pump.

Die Gerätefunktionen können
entweder über die Fernbedienung aus
der Fahrerkabine oder direkt
am Gerät gesteuert werden.
(Sonderzubehör).


Automatische Wirkstoff-Schnellabschaltung

durch Magnetventil.

Standardausrüstung bei allen
Gerätevarianten SN 101 und
beim Swingfog SN 81 Pump.


Foto Automatische Wirkstoffschnellabschaltung
Foto Automatische Wirkstoffschnellabschaltung

Automatische Wirkstoff-Schnellabschaltung

mechanisch.

Sonderausführung (werksmontiert)
bei den
Gerätevarianten SN 50
und bei den
Geräten SN 81 und 81 P


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