BE.GA Spezialtechnik

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Einflussfaktoren auf die
Mittelablagerung und Mittelverteilung

Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Verteilung und Ablagerung vernebelter Mittel sind:

Übersicht Mittelverteilung Kaltnebeln

Begriffserklärungen:

Die „BE.GA-Nebel-Technologie" ist in einem gesonderten Beitrag hier beschrieben. Bei Anwendung dieser können bis zu 50% Mittel (Wirkstoff) eingespart werden.

Versperrungen im Raum sind bei der Positionierung eines Nebelgerätes zu beachten, da sie im Extremfall durch direktes Annebeln bis zu 50% Mittelverlust verursachen können. Ein Nebelgerät ist so aufzustellen, dass insbesondere auf den ersten 10...20 m in Nebelrichtung keine Versperrungen direkt angenebelt werden, da ansonsten an diesen nicht gewünschte erhöhte Mittelablagerungen zu verzeichnen wären (bis hin zu Abtropfungen). Durch eine freie Raumströmung eines Nebelgerätes (mit und ohne Zusatzventilatoren in sehr gro▀en Räumen) wird eine optimale Mittelverteilung erreicht.

Gleiches gilt für am Nebelgerät vorhandene oder im Raum gesondert aufgehangene Zusatzventilatoren. Diese Ventilatoren erhöhen die Reichweite des von einem Nebel-Gerät erzeugten Nebels (bis ca. 60 m pro Ventilator bzw. ca. 2.500 qm Raumfläche (= ca. 10.000 qbm Raumvolumen).

Zwangsluftströmung durch Zusatzventilatoren, die nach dem Nebelvorgang noch ca. 15 Minuten länger laufen, haben weiterhin den Vorteil, dass dadurch eine sogenannte „Zwangsablagerung“ vieler noch im Raum schwebenden Nebeltropfen innerhalb dieser Zeit erfolgt. Das bedeutet eine Erhöhung der Mittelablagerung bis zu ca. 15 % und somit auch eine 15%ige Reduzierung der Mittelverluste durch den Luftwechsel (Abb. 1 und 2). Gleichzeitig wird die Mittelverteilung im Raum von S%(Variationsquotient) = 21 auf S% = 11 verbessert (Variationsquotienten unter 25% sind als sehr gut einzuschätzen (im Spritzverfahren mit Handspritzrohre erreicht man max. S% = ca. 50).

Abbildung 1:

Schaubild 1

Abbildung 2:

Schaubild 2

Die Windgeschwindigkeit im Freien bestimmt neben der Dichtheit der Räume / Gebäude, in welchen genebelt werden soll, den Luftwechsel. Dieser ist auch ein wesentlicher Bestandteil der BE.GA-Nebel-Technologie und soll hier nicht weiter erörtert werden (siehe Tabelle in BE.GA-Nebel-Technologie).



Tropfenspektrum / Tropfenverdunstung

Unter Verdunstung aus pflanzenschutztechnischer Sicht ist die Abnahme des Tropfenvolumens durch Lösungsmittelverdampfung vom Entstehungsort der Tropfen (Düse) bis zur Zielfläche (Pflanze) zu verstehen.

Sie tritt dann ein, wenn die Raumluft nicht mit Wasserdampf gesättigt ist - das hei▀t, die Differenz zwischen dem Wassergehalt in der laminaren Grenzschicht der Tropfenoberfläche und der Luft, bzw. die Differenz zwischen der Feuchtkugeltemperatur und der Lufttemperatur, ist grö▀er als Null und damit die treibende Kraft der Verdunstung.

Eine solche Differenz ist in den überwiegenden Anwendungsfällen der Kaltnebelverfahren gegeben.

Die Abhängigkeit des mittleren Tropfendurchmessers (VMD) von der relativen Luftfeuchte zeigt Abbildung 3. Die Brüheaufwandmenge hat, wie ebenfalls aus dieser Abbildung ersichtlich, einen erheblichen Einfluss auf den mittleren Tropfendurchmesser. Die Ursache besteht darin, dass mit zunehmender Brüheaufwandmenge die Anzahl der Vereinigungen mehrerer kleiner Einzeltröpfchen zu grö▀eren Tröpfchen zunimmt.

übersicht Tropfendurchmesser

übersicht Tropfensinkgeschwindigkeit



Das von Nebelgeräten erzeugte Tropfenspektrum ist unter anderem abhängig von:

Optimaler Bedeckungsgrad
durch kleine Tropfen


Mit kleinen Tropfen wird aufgrund des günstigeren Volumen-Oberflächenverhältnisses ein höherer Bedeckungsgrad erreicht als mit gro▀en Tropfen. Dies wird durch folgende Grafik verdeutlicht

Bild rechts:
Aufteilung eines 500 Ám Tropfen (Spritzen) in 8000 Tropfen von 25 Ám (Nebeln / ULV).

Schaubild Bedeckungsgrad Tropfen

Ein Vergleich der erzeugten Durchschnittstropfengrö▀en der Applikationsverfahren verdeutlicht die Vorteile der Nebel/ULV-Technik.
Spritzen: 500 Ám
Sprühen: ca. 250 Ám
Nebeln/ULV: ca. 25 Ám



Die Abbildung rechts zeigt die Oberflächenbedeckung, die mit 1 cm│ Flüssigkeit erreicht wird, wenn diese in Tropfen von 500 Ám, 250 Ám und 25 ě aufbereitet wird:

Während 500 Ám Tropfen nur eine Fläche von 30 cm▓ bedecken, verdoppelt sich die Fläche bei 250 Ám Tropfen.

Bei Tropfen von 25 Ám ě nimmt die bedeckte Fläche um das 20-fache auf 600 cm▓ zu.

Schaubild Bedeckungsgrad Tropfen

Neben den aus oben stehenden Abbildungen sichtbaren Vorteilen von Nebeltröpfchen unter 50 mÁ hinsichtlich 100%iger Bedeckungsfläche und Haftfähigkeit und somit auch Treffsicherheit von Schaderregern an allen denkbaren Flächen in Räumen ist auch sichtbar und bekannt, dass Tropfen über 100 mÁ im Normalfall nicht an senkrechten Flächen haften, sondern abrollen/abtropfen und somit in keinster Weise wirksam werden können.

Das durchschnittliches Tropfenspektrum in % einer Standardnebeldüse hat bei einem Flüssigkeitsdurchsatz von 5 l/Std. Wasser folgende Grö▀enverteilung am Düsenausgang (mittlere Tropfendurchmesser VMD = 20,8 mÁ):

Schaubild Tropfenspektrum

Bei einer relativen Raumluftfeuchte von 80 % (durchschnittlicher Wert bei unterschiedlichsten Nebelanwendungen) verdunsten z.B. Wassertröpfchen von 20mÁ sehr stark. Schon 35 cm vor oder unterhalb der Düse haben die Tropfen bei 80% relativer Luftfeuchte rund 42 % ihres Volumens verloren, bei 60 % relativer Luftfeuchte sind es bereits 75 %. Das bedeutet eine erhebliche Reduzierung der Sinkgeschwindigkeit(siehe Abbildung unten).

Somit vergrö▀ert sich die Schwebefähigkeit der verbleibenden Nebeltropfen und damit auch der Einfluss des Luftaustausches auf sie. Insbesondere deshalb, da kleinere Tröpfchen (unter ca. 15 mÁ) nicht die Energie haben, sich an Flächen anzulagern. Auch zu bekämpfende Schaderreger sind solche Flächen.

Das ist nur mit der anfangs genannten Zusatzzwangsströmung und dem Einsatz von Verdunstungsschutzmittel entsprechend der BE.GA-Nebel-Technologie zu umgehen.

Schaubild Sinkgeschwindigkeit



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